Neue Studie – Erstmals in Österreich – Die unterschätzte Branche:
Die volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Bauwirtschaft in Österreich
Die Bauwirtschaft ist weit mehr als ein konjunktureller Indikator, sie bildet das ökonomische und soziale Fundament Österreichs. Ihre tatsächliche Stärke wird jedoch in der amtlichen Statistik unterschätzt. Dabei prägen industrielle Wertschöpfung, Dienstleistungen und tiefgreifende Lieferketten den gesamten Wirtschaftsraum. Diese 2026 durchgeführte wissenschaftliche Studie zeigt erstmals umfassend auf: Die Bauwirtschaft ist eine hochvernetzte Querschnittsmaterie. Wird sie geschwächt, gerät das wirtschaftliche Gleichgewicht Österreichs ins Wanken. Zum einen ist diese Neubewertung statistisch präzise und zum anderen die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Standortpolitik.
DIE RICHTIGE METHODE
Das erste Satellitenkonto für Österreichs Bauwirtschaft
Die von Dr. Anna Kleissner vom iföw erstellte Studie erfasst erstmals die gesamte Bauwirtschaft Österreichs mithilfe der von Eurostat empfohlenen Methode des Satellitenkontos. Betrachtet werden alle baurelevanten Sektoren. Damit sind nicht nur Hoch-, Tiefbau und Baunebengewerbe umfasst, sondern noch eine Vielzahl weiterer Branchen. Die Detailanalysen verdeutlichen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Effekte der einzelnen Teilbereiche auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Steuereinnahmen. Untersucht wurden:
✓ Hochbau, Tiefbau, Wohnbau und Baunebengewerbe
✓ Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte
✓ Fiskalische Effekte
✓ Fokus: Sanierung
✓ Szenarios & Effekte
✓ Analysen/Bundesland
STARKER MOTOR ÖSTERREICHS
Monetäre Effekte der Bauwirtschaft
Jeder fünfte Euro in Österreich wird im Zusammenspiel mit der Bau- und Immobilienbranche erwirtschaftet: 84,8 Mrd. Euro bzw. rund 20 % der
heimischen Wirtschaftsleistung waren 2023 direkt oder indirekt mit der Branche verbunden; Umsätze der Bauwirtschaft lagen 2023 bei
154,3 Mrd. Euro und damit doppelt so hoch wie bislang offiziell erfasst.
STARKER MOTOR ÖSTERREICHS
Beschäftigungs- und fiskalische Effekte der Bauwirtschaft
Die Bauwirtschaft ist mit rund 1,1 Mio. Arbeitsplätzen, die in Österreich unmittelbar oder mittelbar an der Bau- und Immobilienwirtschaft hängen von enormer Bedeutung für das Land Österreich und die Regionen.
STARKER MOTOR ÖSTERREICHS
Bundesländer im Fokus
Alle Ergebnisse werden auf Bund – und Bundesländer Ebene ausgewiesen. Im Fokus stehen Wertschöpfung und Beschäftigung, wie die nachfolgende Grafik zeigt. Wobei anzumerken ist, dass zur besseren Übersicht die multiplikativen (indirekten und induzierten) Effekte direkt im auslösenden Bundesland dargestellt werden. Auf andere Bundesländer entfallende Effekte sind hellrot dargestellt.
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Die Studienautorin
Dr. Anna Kleissner
Die Studie wurde unter fachlicher Leitung von Dr. Anna Kleissner durchgeführt. Die Untersuchung erfolgte mittels Impactanalye auf Basis eines Satellitenkontos, wie es auch von Eurostat für derartige Analysen empfohlen wird.
Dr. Anna Kleissner, Ökonomin am Institut für Österreichs Wirtschaft, ist Österreichs führende Expertin für Satellitenkonten. Nach ihren Analysen zu Sport und Tourismus hat sie nun die Bau- und Immobilienwirtschaft umfassend untersucht.
Da die Erstellung eines Satellitenkontos mit erheblichem methodischem Aufwand verbunden ist und daher nicht zu den üblichen Verfahren der Studienproduktion zählt, haben wir Dr. Anna Kleissner um eine kurze fachliche Einordnung gebeten.