Vorwort zur Studie

Das Vorwort von Georg Bursik

Vorstandsvorsitzender Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie (FBI)

Keine Wirtschaft ohne Bauwirtschaft 

Diese Wertschöpfungsstudie ist ein Meilenstein für Österreich. Erstmals wird die gesamte Prozesskette des Bauens – von Rohstoffgewinnung über Produktion, Planung und Ausführung bis zu Sanierung und Recycling – vollständig abgebildet. Diese Gesamtschau schafft die Klarheit, die Politik, Wirtschaft und Forschung benötigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie zeigt, wie stark die Bauwirtschaft zum Wirtschaftsstandort und Wertschöpfung in Österreich beiträgt.  

Der hohe Sanierungsbedarf im Gebäudebestand ist ein zentraler volkswirtschaftlicher Hebel: Er schafft Arbeitsplätze und minimiert den Energiebedarf, denn die beste Energie ist die, die man nicht verbraucht, sowohl im Winter wie auch im Sommer.  

Neben der Sanierung bleiben der Neubau sowie die Nachverdichtung entscheidend – insbesondere angesichts der demografischen Entwicklung, die nach einem steigenden und leistbaren Wohnraumbedarf verlangt. Diese Studie verdeutlicht, dass die Stärkung der Bauwirtschaft entscheidend für Österreichs wirtschaftliche Zukunft ist – und für die Lebensqualität der Menschen in unserem Land. 

Neue Studie – Erstmals in Österreich – Der unterschätzte Sektor:

Die volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung der Bauwirtschaft in Österreich

Die Bauwirtschaft ist weit mehr als ein konjunktureller Indikator, sie bildet das ökonomische und soziale Fundament Österreichs. Ihre tatsächliche Stärke wird jedoch in der amtlichen Statistik unterschätzt. Dabei prägen industrielle Wertschöpfung, Dienstleistungen und tiefgreifende Lieferketten den gesamten Wirtschaftsraum. Diese 2026 durchgeführte Studie zeigt erstmals umfassend auf: Die Bauwirtschaft ist eine hochvernetzte Querschnittsmaterie. Wird sie geschwächt, gerät das wirtschaftliche Gleichgewicht Österreichs ins Wanken. Eine Neubewertung ist daher nicht nur statistische Präzision, sondern Voraussetzung für eine zukunftsfähige Standortpolitik.

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